Alpkit Airlok Dual 13L dry Bag im Test – robuster Packsack mit beidseitigem Zugriff für das Bikepacking Cockpit

An meinem Simplon Lexx habe ich den Alpkit Airlok XTra dry Bag mit einem Rollverschluß in Verwendung, welcher leider an der Laminierung von Boden und Seitenteil ein wenig Feuchtigkeit passieren läßt. Mit der Fertigstellung meines Salsa Vaya und größtenteils neu benötigter Bikepacking-Bags, wollte ich diese Schwachstelle umgehen und mal einen Packsack mit zwei Rollverschlüßen ausprobieren. Obwohl ich den beidseitigen Zugang auf den Inhalt nie vermißt hatte, machte mich so ein Packsack – quasi mit Durchgriff – trotzdem neugierig. Also lag es für mich nahe, einfach mal den Alpkit Airlok Dual 13L dry Bag auszuprobieren.

 

 

Alpkit Airlok Dual 13L dry Bag

Auch den Airlok Dual hatte ich im Frühjahr 2016 wieder zusammen mit einigen anderen Bags für mein Salsa Vaya bestell. Die Abwicklung bei Alpkit erfolgte selbstredend flott und nach ein paar Tagen war das Paket auch schon da.

Der robuste Airlok Dual ist quasi ein Airlok XTra mit Durchgriff, zwei Rollverschlüßen und jeweiliger Steckschließe. Er läßt sich somit beidseitig öffnen und verschließen.

Dreimaliges Einrollen wird hier für den bestmöglichen Schutz gegen das Eindringen von Feuchtigkeit empfohlen. Dieser Verschluß macht den Packsack über eine kurzen Zeitraum auch schwimmfähig, falls es von Nöten sein sollte.

Die paarweise an den Seitenflächen auf laminierten Schlaufen, qualifizieren auch diesen Bag für’s Bikepacking. So könnte man den Bag über die Schlaufen lediglich mittels zwei Spanngurten am Lenker befestigen, wenn man denn wollte. Ich benutze dafür an meinem Salsa Vaya einen Wildcat Gear Lion.

Durch eine normale Befüllung ergibt sich über die Biegung der Rollverschlüße automatisch eine ovale Basisform. Die Form kann allerdings durch die Anordnung des Inhaltes und eine straffere Befüllung selbst bestimmt werden. Von oval über rund bis zu leicht kantig sind kein Problem. Durch das relativ robuste Material kann der Packsack einiges ab und läßt auch ein strammes packen zu.

 

 

Die Hauptnaht ist von innen als Kappnaht ausgeführt und gegen das Eindringen von Feuchtigkeit mit Nahtbändern verschweißt.

 

    

 

Auch die Schlaufen sind von innen laminiert und so gegen Feuchtigkeit geschützt. An den Rollverschlüßen sind die Nähte nicht getaped, was der Rollverschluß nach dreimaligem Einrollen kompensiert.

Der Rollverschuß besteht aus zwei verschiedenen Materialien. Einerseits aus gummiertem Material, welches die Steckschließen an den jeweiligen Enden aufnimmt. Dieses Material ist sehr griffig und gibt etwas mehr Halt beim Einrollen. Die Nähte sind hier jeweils als zwei nebeneinander liegende Einfachnähte ausgeführt.

Zum anderen ist in die gegenüberliegende Seite des Rollverschlußes ein etwas steiferes Material eingenäht. Die Haptik kommt der eines flachen und dünnen Kabelbinder sehr nahe. Hier wurde auf eine zweite Naht verzichtet.

Nach einiger Zeit der Nutzung nimmt die steifere Seite eine halbrunde Form an, welche sich durch das Zusammenrollen und Einklipsen der Steckschließen automatisch ergibt. Diese lassen sich mit definierter Klick-Rückmeldung schließen und intuitiv wieder öffnen.

Den Airlok Dual hatte ich auch wieder mit einem Volumen von 13 Liter in der Farbe Kelp (ein erdiges Grün) bestellt. In dieser Größe betragen die Maße flach ausgelegt 58x31cm und die nutzbare Länge gefüllt 30x20cm im Durchmesser (runde Form). Den Bag habe ich mit 129g von der Waage genommen. Im Lieferumfang befand sich noch ein roter Trageriemen (ohne Foto). Dieser schlägt nochmal mit 19g zu Buche.

Der Bag ist aus 320D TPU Taslan Nylon gefertigt. Als Schutz gegen Wasser deklariert soll er die Ausrüstung  trocken halten, wobei ein dauerhaftes Verwenden unter Wasser nicht angedacht ist. Der Alpkit Airlok Dual dry Bag ist in 2 verschiedenen Größen (13 & 20L) erhältlich.

 

Unterm Strich

Den Alpkit Airlok Dual dry Bag 13L habe ich seit diesem Frühjahr auf diversen Touren in Benutzung. Für £12.50 bekommt man einen günstigen, stabilen und abriebfesten Dry Bag für’s Bikepacking. Für mein Cockpit am Salsa Vaya mit 46cm Dropbar ist die 13L Variante mit jeweils dreimalig umgeschlagenen Rollverschluß optimal. So kann ich die Schalt/Bremshebel bedienen, ohne mit dem Bag in Kontakt zu kommen, was ich als sehr komfortabel empfinde.
 
Gerade nach meiner anfänglichen Skepsis über die zwei gegenüberliegenden Rollverschlüße und deren Notwendigkeit, habe ich die Flexibilität nun an die Ausrüstung von beiden Seiten zu gelangen und das Volumen des Bag über beide Seiten anpaßen zu können, schätzen gelernt. Die vielen Befestigungsmöglichkeiten über die zusätzlichen 4 Schlaufen, machen den Alpkit Airlok Dual dry Bag individuell einsetzbar.
 

Die Verarbeitung dieses Dry Bag von Alpkit geht in Betracht des vergleichbar günstigen Preises wieder absolut in Ordnung. Die Nähte sind weitestgehend gerade ausgeführt und überall durchgenäht. Über die Haltbarkeit gegen Abrieb oder eventuelle Durchstiche mache ich mir bei meinem Nutzungsverhalten vorerst keine Sorge. Ich gehe nach wie vor umsichtig mit meiner Ausrüstung um, aber die robusteren Teile müssen weiterhin auch schon mal mehr aushalten. Dazu zähle ich den Airlok Airlok Dual dry Bag definitiv.

Im Vergleich zum Alpkit XTra dry Bag näßt beim Airlok Dual dry Bag nichts durch. Der Inhalt blieb auch bei längeren Regenfahrten absolut trocken. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Performance des Dry Bag. Der Zugewinn an Flexibilität durch zwei Rollverschlüße und der hervorragende Schutz gegen Feuchtigkeit hat mich überzeugt. Daher kann ich den Alpkit Airlok Dual 13L dry Bag ohne Einschränkungen fürs Bikepacking empfehlen.
Von | 2017-11-23T15:58:19+00:00 14 August 2016|0 Kommentare

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