Die Bikepacking Frage 2017-08-25T20:00:24+00:00

Was ist Bikepacking?

 

Naturnähe leichter erfahren durch überdachte Ausrüstung ohne Komfortverzicht

 

Bikepacking ist die geländetaugliche Leichtvariante des klassischen Bike-Touring. Hierfür werden spezielle Taschen mit geringerem Gesamtvolumen an das Bike und in den Rahmen geschnallt oder geklettet. Dadurch wird die Ausrüstung mehr zentralisiert und näher ans Bike gebracht. Das geringere Stauvolumen bewirkt gleichzeitig ein Umdenken mit Reduzierung der Ausrüstung auf das Notwendige. Die Verwendung leichter Ausrüstung mit geringem Packmaß bietet auf Tour trotzdem noch ausreichend Raum für den persönlichen Komfortanspruch.  

So bestückt kann man das Bike weiterhin agil bewegen, es behält seine Dynamik und Bewegungsfreiheit, was sich gerade durch den Verzicht der sperrigen Gepäckträger-Packtaschen-Kombi und dadurch neu gewonnenen „Beinfreiheit“ bemerkbar macht. Die Geländegängigkeit bleibt erhalten und dem fluffigem Befahren von Singletrails steht nichts mehr im Wege. So ist das Erreichen exponierter Plätze über unwegsame Trails oder vergessene Pfade wesentlich entspannter möglich. Man kann naturnäher unterwegs sein und das Zelt auch an sehr abgelegenen Locations aufstellen. Was mit sperrig schwerem Gepäck nicht so einfach möglich war, ist das Paradestück des Bikepacking. 

 

Zur Veranschaulichung (m)eine gebräuchliche Taschenbestückung am Beispiel Mountainbike

Die Bikepacking Frage - Was ist Bikepacking?

 

A: Über die Rahmentasche (Framebag) wird das Gewicht zentraler im Bike positioniert und der wertvolle Stauraum dort sinnvoll ausgenutzt. Diese Tasche kann man sich auch individuell auf das eigene Rahmenmaß anfertigen lassen.

B: Hinter dem Sitzbereich an Sattel -und Stütze findet eine speziell geformte Satteltasche (Seatbag) ihren Platz. Durch die konische Formgebung schränkt sie die Bewegungsfreiheit der Beine nicht ein und bietet je nach Größe viel Stauraum. Es gibt sie als o.g. statische verbundene Variante, aber auch zweiteilig bestehend aus Halter und Drybag. Letztere erleichtert die Handhabung deutlich, da der Packsack (Drybag) einfach entnommen werden kann, währenddessen der Halter am Sitzbereich verbleibt.

C: Der Platz vor dem Lenker wird genutzt, um dort einen Packsack (Drybag, Sweetroll, Lenkerrolle) zu befestigen. Hierfür gibt es verschiedene Varianten mit Befestigungsgurten direkt am Packsack z.B. oder speziellen Haltern (s.u.).

D: Spezielle Packsack-Halter (Handlebar Harness) in unterschiedlichsten Ausführungen dienen der unkomplizierten Be -und Entnahme des Packsack und sorgen für eine einfache Handhabung und möglichst pendelfreiem Sitz am Bikecockpit.

E: Die Lenkertasche (Handlebar Accessory Bag, Front Storage Pack) bietet Platz für den schnellen Zugriff auf kleine Utensilien des täglichen Bedarfs wie auch persönlichen Dingen und Dokumenten. Diese Tasche wird auf oder vor den Packsack gegurtet und kann so beim Abstellen des Bikes schnell entnommen werden.

F: Im Vorbau-Lenker-Dreieck finden Flexible Flaschenhalter (Accessory Bag, Feedbag) ihren Platz, welche per Gurt oder Klett flexibel positioniert werden können. Der direkte Zugriff während der Fahrt prädestiniert die Halter nicht nur für Wasserflaschen, denn Knabberkram für gute Laune unterwegs findet hier aus seinen Platz. 

G: Auf dem Oberrohr können optional kleine Zubehörtaschen (Top Tube Bags, Gas Tank) angebracht werden. Hier gibt es auch diverse Varianten zur Positionierung an Vorbau und Sattelstütze. Dieser kleine Zusatzstauraum bietet ebenfalls komfortablen Zugriff auf Smartphone, Powerbank, Sonnenbrille oder eben das Brainfood während der Tour.

 

Falls der Stauraum sämtlicher Taschen doch mal nicht ausreichen sollte, kann die Kapazität etwas mittels kleiner Packsäcke an der Gabel erweitert werden. Bei Starrgabeln hat sich der 3-Bolt-Mount zur Montage größerer „Flaschenhalter“ (Anything Cage) durchgesetzt, an welchen kleine Packsäcke sicher per Gurt befestigt werden können. Für Federgabeln sind Adapterlösungen plus Halter (Gorilla Cage) über Schellen möglich. Hierbei sollte man allerdings je nach Größe der Packsäcke eventuelle Einschränkungen in Kauf nehmen, was die Bewegungsfreiheit betrifft. 

Mittlerer Weile gibt es eine Vielzahl unterschiedlichster Hersteller, welche sich speziell auf Bikepacking-Taschen spezialisiert haben oder nebenher im Sortiment führen. Darunter sind verschiedene Ausführungen mit Interpretationen des jeweiligen Taschentypes erhältlich. Hierfür, aber nicht nur in puncto Ausrüstung ist BIKEPACKING.com eine sehr empfehlenswerte Adresse.

Nicht jeder Hersteller bietet alle Taschentypen mit der gewünschten Ausstattung, in der gewünschten Größe, Farbe und zusätzlichen Wasserfestigkeit an. Daher sollte man bei der Auswahl des optimalen Bikepacking-Setups nach den eigenen Präferenzen nicht zwingend an einer Marke fest halten und die Kombination mehrerer Hersteller in Betracht ziehen. Gerade bei der Rahmentasche mit Anspruch auf paßgenaue Integration ins Rahmendreieck bietet sich eine Maßanfertigung an. Wenn man also nicht ausschließlich auf eine Marke fixiert ist, kann man mit ein wenig Flexibilität dem gewünschten Setup ziemlich nahe kommen. In dieser Kombination verwende ich übrigens auch die Taschen an meinen Bikes.

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