Ultraleicht Stirnlampe – die 10g MYOG Variante

Es werde Licht und so soll es sein – mehr wie 10g muss man dafür nicht tragen. Mit einem Leuchtwinzling, wie der L.R.I. Photon Freedom Micro, kann man sämtliche Tätigkeiten bei Dunkelheit im Camp (Zelt/Tarp aufbauen und einrichten, Essen zubereiten, lesen etc.) problemlos erledigen. Die Leuchtkraft dieses Schlüsselbundlämpchens scheint bei Tageslicht erst mal gar nicht so hoch.

In Dunkelheit ist man umso mehr erstaunt, wie die kleine LED-Lampe das Umfeld bis 3 Meter ausreichend ausleuchtet. Somit kann man getrost die schwere Stirnlampe vom Ausrüster zu Hause lassen! Nun muss man die Lampe nur noch in einer praktikablen Position am Kopf positionieren. Den zentralen Sitz an der Stirn finde ich am angenehmsten. Das Licht blendet die Augen nicht, wirft keine Schatten (wie bei einer seitlichen Positionierung der Lampe am Kopf) und hat sich zu dem noch am effizientesten zur Ausleuchtung sämtlicher Hantierungen erwiesen. Somit habe ich mich für dies Variante entschieden.

Grundlegend sollte der Leuchtwinkel der Lampe ihrer Leuchtstärke entsprechend ausgerichtet sein, aber gleichzeitig den Arbeitsbereich der Hände ohne ein verrenken des Kopfes abdecken können. Der Lampenträger aus einem leichten und leicht zu bearbeitendem Material stand ebenfalls fest und das Inlay einer MP3-Player Verpackung (weiches Moosgummi) hat dieses Kriterium bestens erfüllt. Also wurde das Moosgummi in Form gebracht, die Positionierung der Löcher und die Verlegung der Gummikordel durchprobiert. Der Druckschalter auf Oberseite der Lampe sollte natürlich noch gut bedienbar bleiben und die Batterien (Unterseite der Lampe auf Moosgummiträger liegend) sollten gleichermaßen ohne großen Aufwand gewechselt werden können. Das ist durch die flexible Gummikordel problemlos möglich. 

So ist nach einigen Versuchen und fast endlos erscheinenden Möglichkeiten der Kordelführung um und durch den Moosgummiträger mit Lampeneinbindung das gewünschte Ergebnis entstanden. Beide Kordeln auf der Vorderseite der Lampe können einfach weggeklappt und die Batterien so ganz einfach gewechselt werden. Die Lampe ist dabei immer noch an der Öse mit der Gummikordel gesichert. Die 2mm Gummikordel hält den Lampenträger samt Lampe am Kopf, aus einem Stück und die sichtbaren Knoten dienen als Stopper am Moosgummiträger. Ein kleiner Tanka bietet Verstellbarkeit für komfortablen Sitz mit und ohne Mütze. Dieser Tanka ist seitlich angebracht, damit er beim Lesen auf dem Rücken liegend, nicht drückt. Ein Knoten und das Versiegeln der Kordelenden mit dem Feuerzeug sind die letzten Arbeitsschritte. Dafür waren einige Prototypen und jede Menge Gummikordel von Nöten, aber der Aufwand hat sich gelohnt.

Das Ergebnis ist eine 10g UL-Stirnlampe!

Diese Stirnlampe hat mich nun schon bei vielen Touren begleitet und sich absolut bewährt. Klein, leicht und ausreichend hell – mehr Licht braucht ein ULer nicht!

 

Die Prototypen der MYOG UL-Stirnlampe

 

 

Die Ur-Version dieser Stirnlampe wog 16g. Hier wurde eine einfache Mini-Photon, 3mm Gummikordel, ein relativ großer Tanka und ein Kordelstopper verwendet, da diese gerade zur Hand waren. Durch die Minimierung (dünnere Gummikordel, kleinerer Tanka) und dem Weglassen der Komponenten (Kordelstopper), ohne Verlust von Funktionalität und Komfort, ist die oben gezeigte UL-Stirnlampe entstanden.

 
Eine weitere Möglichkeit wäre die Lampe seitlich zu positionieren, was ich – wie schon erwähnt – nicht so angenehm finde. Um das festzustellen, musste ich mir natürlich so ein 10g Exemplar bauen. Dazu gibt es im Laufbursche Blog eine sehr gute Anleitung.
 

Wenn man es auf die Spitze treiben möchte, kann man das Ganze auch aus 1mm Gummikordel, einem Lampenträger aus einem Hefter geschnitten mit ein genietetem und Lampen seitig aufgeklebten Druckknopf, eine 7g Stirnlampe bauen. In wie weit diese Konstruktion praktikabel ist, muss jeder für sich selbst herausfinden. Für mich war es nur eine Spielerei und wurde nicht auf Tour eingesetzt, da es mir für so ein essenziellen Ausrüstungsgegenstand zu fragil erschien.

 
Die Druckknopfvariante hat allerdings den Vorteil, dass man den Leuchtwinkel stufenlos einstellen kann. Zudem kann man verschiedene Stirnbänder, aber auch die Kappe zur Befestigung der Lampe nutzen –-> multiple use!
 

 

Dazu muß man lediglich die Kappe an der Seite mit dem Drucknopfgegenstück zur Lampe versehen und hat die Halterung quasi immer dabei, wenn man Kappenträger ist. Das Gewicht des Stirnbandes hat man somit gespart, muss aber um die Lampe verwenden zu können, immer die Kappe tragen. Geschmackssache. Die simpelste Möglichkeit die Lampe als Stirnlampe zu benutzen, wäre sie einfach zu gut 2/3 unter die Kappe zu schieben. Das ist allerdings unbequem und die Lampe kann sich so auch mal durch die Bewegung lösen und herunter fallen. Das muss man mögen, wäre aber im Notfall eine Lösung, was natürlich das Mitführen einer Kappe oder Mütze voraussetzt. Wie man sieht – die Möglichkeiten sind sehr vielfältig.

 

Baumaterial

 
Werkzeuge
  • Cutter Messer
  • Haushaltsschere
  • Akkuschrauber / Bohrmaschine
  • Bohrer 1mm (vorbohren) / 3mm
  • Feuerzeug

 

Viel Spaß beim Nachbauen :mrgreen: 

Von | 2017-11-14T18:20:27+00:00 22 August 2014|0 Kommentare

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