Nässe, Schlamm und steile Anstiege – Bikepacking vom Vogtland nach Thüringen

 
 
Irgendwie war ich schon ganz juckig, denn im März beginnt für mich nach dem leidigen Winter die Bikepacking-Saison. Im Kopf spukte mir schon länger der Gedanke, mal eine Tour durch oder von dem Vogtland aus zu machen. Und klar – wohl wissend das es dort Höhenmeter mäßig ordentlich auf die Fresse geben kann, habe ich einfach beschloßen an drei Tagen von Klingenthal nach Erfurt zu fahren. Geplant hatte ich die Strecke mit Bikemap weitestgehend über unbefestigte Wege um den Asphalt Anteil möglichst gering zu halten; Mountainbike like um meinem Simplon LEXX mal wieder etwas Auslauf zu bieten. Bei der Streckenplanung kamen ca. 200km raus, was in drei Tagen zu schaffen sein sollte.
 
Ok, also stand das schon mal fest. Der März ist allerdings auch nicht unbedingt für seine Wetterstabilität bekannt. Dem aktuellen Wetterbericht zu Folge sollte Ende März tatsächlich eine Woche mit Sonnenschein und Frühlingserwachen zu rechnen sein. Also gebongt, die drei voraussichtlich Sonnen lastigsten Tage raus gepickt und die Tour stand.
 
Mit dem ersten Zug ging es ins Obere Vogtland und nach knapp vier Stunden War ich am Bahnhof Klingental an der tschechischen Grenze. Alles noch mal kurz checken, tief Luft holen und auf Stollenreifen ab ins Vogtland!  

 

 

Bikepacking vom Vogtland nach Thüringen

Tag 1  Klingenthal – Elsterberg (Kriebelstein)

Ankunft Klingental Bahnhof
 

Naja, so richtig nach Sonnenschein sah es auf den letzten Kilometern im Zug Richtung Klingental nicht aus, aber es sollte erst im Laufe des Tages aufklaren. Also das Bike und mich nochmal kurz auf Funktion geprüft und schon konnte es los gehen.

 

Ausfahrt oberhalb von Klingental

 

Eines vorweg: Hier geht es ganz trocken ohne Vorankündigung richtig zur Sache. Auf den ersten zwei Kilometern ging es – zwar noch auf Asphalt – aus der kalten heraus gleich schon mal gut 100 Höhenmeter hoch. Immer wieder „schön“, wenn das Laktat ungebremst in die Muskeln schießt….an solche Anstiege werde ich mich im laufe der Tour noch gewöhnen müssen. Damit arrangieren ist wohl treffender. Höhenmeter gibt es eben nicht geschenkt, aber das wußte ich auch schon vorher 😉 

 

Steile Anstiege mit Spuren der Forstwirtschaft

 

Als erste Zwischenetappe hatte ich Schöneck auf dem Schirm. Der Asphalt war erst mal Geschichte. Die knackigen Anstiege nicht. Hier hat mir das Vogtland schon mal ganz eindeutig gezeigt, wo der Frosch die Locken hat. Das Fahren, wenn man es so nenne möchte, war hier nur mir viel Akrobatik und Schweiß möglich. Mehr so eine Gratwanderung zwischen durchdrehendem Hinterrad beim Aufstieg aufs Bike und steigendem Vorderrad beim Antritt. Eieiei.

 

 
Kleine Restschneefelder

 

Winterspuren selbst auf dem Wasser

 

Nachdem ich mich nun mit der Topographie ein wenig bekannt machte, haben einige letzte Überbleibsel des Winters den Frühling erst mal in Frage gestellt. Achja und übrigens; wo ist eigentlich das angekündigte Frühlingswetter mit Sonne und so?

 

 
Ruh dich eweng aus!
 
 
Grüne Waldgasse

 

Bisher war es ohne Lücken trist und grau. Es ging knackig auf Waldgassen hoch und wieder runter. Selbst der Aufforderung mal ne Pause zu machen bin ich nicht wirklich gefolgt. Hmm, ich hatte zwar voll Bock auf die Tour, aber das stetig drückende Grau vom Himmel mit Baum umsäumten Wald -und Forstwegen ohne wirklichen Ausblick drücken, schon irgendwie auf die Stimmung.

 

 
Pflasterweg für ein wenig Entspannung

 

Zur Abwechslung ging es mal ein Stück über gepflasterten Untergrund mit der Feststellung, daß mein Fully ganz gut rollt wenn die Reifen nicht im feuchten Boden einsinken.

 

 
Schlammige Waldpiste mit Durchfahrtsverbot…

 

Der von der Schneeschmelze und dem intensiven Niederschlag der letzten Tage voll gesogene Untergrund hatte bis dato ordentlich Körner gekostet. Die Reifen haben sich quasi bei jeder Umdrehung in den Boden gedrückt und der Tritt auf die Pedale hatte mir jetzt schon merklich Saft aus den Beinen gezogen. Selbst auf vermeintlich festen Forstwegen hatte ich das Gefühl wie auf Kleber zu fahren.

 

 
Vogtländischer Kobold, Waldgeist, Knom?

 

Was der Kobold mit seiner Gestikulierung ausdrücken möchte, weiß ich nicht, aber er stand halt so am Wegesrand und meint  wohl, daß ich einfach dran bleiben soll :mrgreen: 

 

 
Grün & Grau. Drückende Stimmung.

 

Gesagt, getan. Endlich gab es nach langen Forstweg auf und ab einen ersten kleinen Blick ins Erzgebirge. Hier hat das Grün den ganzen Niederschlag definitiv dankend angenommen. Der Himmel blieb leider immer noch Grau.

 

 
Talsperre Pöhl

 

Schönau hatte ich schon längst tangiert und über Neustadt, vorbei an Bergen stand ich nun an der Talsperre Pöhl. Alles so kleine Orte, daß ich diese teilweise als solche nicht wirklich war nahm und schon wieder durch war, was mir um Längen lieber ist, wie mich durch eine überlaufene Stadt mit Orientierungsnot zu quälen. Leider war noch immer alles Grau in Grau, was nun etwas auf meine Laune drückte und nebenher hat sich noch mein Magen gemeldet. Das geht so nicht!

 

Kohlehydrate nachfüllen beim Bäcker

 

Den Kochkrempel bei den ungewissen Himmelsaussichten wollte ich auch nicht raus kramen und so kam mir in  der Bäcker in Thoßfell gerade recht. Unterwegs hatte ich schon mein letztes Brötchen für die Zugfahrt rein geschoben, aber das war bei den Kraft zehrenden Anstiegen auf den letzten 50km im Matsch einfach zu wenig. Drei verdammt gute Kürbiskernbrötchen später ging es mit meiner Moral wieder etwas bergauf.

 

 
Dunkle Aussichten

 

Die Sonne wollte sich bisher einfach nicht zeigen. Ganz im Gegenteil – der Himmel zog sich immer weiter zu. Hier hat der Wetteronkel bei seiner Prognose ziemlich daneben gelegen. Mit Temperaturen um 6°C und dem ein oder anderen Windchen auf den Pässen auch nicht wirklich sehr erquickend. Was solls. Ist halt so, aber eben nicht soo schön wie erwartet.

 

Wo ging es nochmal lang?

 

Also weiter ins Unterholz. Immer schön dem Tack auf dem Düdellidü folgend. Orts auswärts ging es natürlich erst mal wieder knackig hoch und wenig später verschwamm der Weg immer mehr mit den Waldstrukturen, bis er irgendwann nicht mehr zu erkennen war. Das dieser Abschnitt schon lange nicht mehr benutzt wurde, war offensichtlich und leider in der Datenbank von Bikemap als „Mountainbike tauglich“ hinterlegt. Verdammt! Den letzten Anstieg wieder runter wollte ich auch nicht und so hab ich mich eben dort durch gewuschtelt. Irgendwie schiebend, kniend, laufend und bisweilen auch fluchend. MANN!

 

Wasserversorgung auf dem Friedhof Brockau

 

Nach dem Orientierungslauf stand ich dann wieder auf nem Forstweg. Nun aber! Es war mittlerer Weile schon nach fünf und bis zur Dämmerung hatte ich nur noch eine gute Stunde. Zeit um Wasser zu organisieren, Zeit um ein Plätzchen für die Nacht zu finden und Zeit um mich einzurichten. Die Wasserversorgung hatte ich kurzer Hand auf dem Friedhof in Brockau erledigt. Hier bin ich quasi direkt vorbei gefahren und ein Friedhof ist fast immer eine feste Bank in puncto Trinkwasser. Somit war das schon mal geklärt, aber gleichzeitig nahm der Wind zu, schwarze Wolken zogen auf und es begann schlußendlich zu regnen. Hätte mich auch gewundert, wenn es nach dem grauen Tag noch mal aufgeklart hätte.

 

Gamaschen für trockene Füße
 

Genau in diesem Moment habe ich es nicht bereut, meine Regengamaschen eingepackt zu haben. Also schnell drüber gezogen, die Windjacke noch gegen die Regenjacke getauscht und der Regen kann kommen. Nee, lieber nicht, aber ändern kann ich’s ja auch nicht. Der Wind hatte hier oben nun ordentlich gepfiffen und durch mein rumstehen war ich schon etwas ausgekühlt. Ganz schön eigentlich, denn ein paar Minuten wollte ich mir mit der Hoffnung noch geben, das Tief würde schnell vorbei ziehen und…naja, Schönmalerei. Der Himmel hatte sich immer mehr zu gezogen und zunehmend ins Gelände gekotzt. So wars halt. Da half weder warten noch hoffen etwas. Kalt wars auch und ich mußte los; wohin auch immer…

 

Kurz vor der Dämmerung Regen und aufgesetztes Lächeln
 
 

Also weiter dem Track folgen. Klar, dafür isser ja da, auch wenn die Wegeführung manchmal Fragen aufwirft. All zu lang wollte ich bei dem Pißwetter aber auch nicht mehr fahren. Jetzt mußte ein Plätzchen für die Nacht her! Kurz hinter Coschütz bot sich ein kleines Waldstückchen an, aber leider so abschüßig gelegen, daß ich hier im stehen hätte schlafen können. Es war schon nach sechs und mir hing echt die Zeit im Nacken. Bei Regen im dunklen alles aufbauen wollte ich nach dem heutigen Tag schon gar nicht. Überhaupt nicht! Was solls, viele Möglichkeiten gabs hier nicht und so hab ich mich trotzdem erst mal in das kleine Waldstück rollen lassen.

 

Ebene Fläche auf dem Elsterberg
 

Glück im Unglück oder so. Einmal quer übers Feld, den nächsten Weg angepeilt, noch mal den gefühlt 25% Uphill mit durchdrehendem Reifen hoch gequält – plötzlich stand ich an einem Aussichtspunkt. Hä? Ebene Fläche, Sitzgelegenheit mit Dach und Blick auf Elsterberg. Damit hatte ich nun gar nicht gerechnet und obwohl ich solche öffentliche Plätze für eine Übernachtung  weitestgehend meide, war ich in dieser Situation total froh über die feine Location. Nach so einem Tag dann in letzter Minute doch noch mal eine kleine Belohnung für die Wetterkapriolen? Sah ganz danach aus, aber nun hatte mir die zunehmende Dämmerung mit dem beständig und ebenfalls zunehmenden Regen nicht mehr viel Zeit gelassen alles aufzubauen. Gesagt, getan; wahrscheinlich hab ich hier meine persönliche Bestzeit aufgestellt. Durchnässt, zitternd und etwas angepißt. Bei dem Wetter nicht verwunderlich, aber eine schön warme Bikepacker Dusche sollte meine Stimmung wieder etwas ins Gleichgewicht bringen. Nebenher hatte der Kocher dafür schon das Wasser auf Temperatur gebracht. Mit dem letzten Tageslicht hatte ich mich abgetrocknet und bin bei 5°C ins Tarptent gezittert. Ja, gezittert. Brrrrr.

 

Kartoffelpüree macht gute Laune!
 

Schnell noch die Schlafmontur über gezogen und mit der Wärme kam langsam das Wohlbefinden zurück. Die heutigen 61km mit 1029hm sind nicht gerade der Kracher, waren aber unter bescheidenen Bedingungen verdammt Kräfte raubend. So stellte sich mir auch die Frage, ob ich mit so einem Tagesschnitt überhaupt in drei Tagen bis nach Erfurt schaffe. Hmm, aber darüber zu sinnieren fehlte mir jetzt der Nerv. Der Regen prasselte unterdessen pausenlos aufs Tarptent, was mir in dem Moment genauso Rille war! Morgen ist ein neuer Tag, das Regen-Tief ist durch und dann wird alles besser…wird es?

Egal, die drei Bötchen von vorhin waren schon wieder komplett verbrannt und ich hab mich wie Bolle auf eine dicke Portion Kartoffelpüü mit Röstzwiebeln und Würstchen gefreut. Aber wie! Zweifix war die Kolehydratbombe angerichtet. Mit dem Topf in der Hand bin ich langsam in die Waagerechte übergegangen und hab genüßlich die heiße Köstlichkeit in mich rein gelöffelt. Bei dem ganzen Genuß sind mir auch schon mal die Augen zu gefallen. Dabei war es doch gerade erst 19Uhr durch, aber mein Tag hatte 4Uhr begonnen und der Rest ist ja bekannt. Also noch aufgefuttert, ein paar Notizen zum Tag gemacht und nach dem Zähne putzen war ich dann wirklich platt. Obwohl es erst gegen Acht war, bin ich bei dem tröpfelnden Regen-Schlaflied ziemlich schnell eingeduselt. 

 

Tag 2   Elsterberg (Kriebelstein) – Krölpa (Hausberg)

Morgengrauen nach regnerischer Nacht
 

Der Regen hatte irgendwann am Morgen aufgehört. Bis dato war er teilweise heftig aufs Tarptent geprasselt und hatte mich immer wieder aus dem Schlaf geholt. Insgesamt eine unruhige Nacht.

 

Ausrüstung trocknen…

 

Gegen sieben hatte ich lang genug in der Waagerechten gelegen und es war Zeit meinen Übernachtungsplatz mal genauer zu betrachten. Dabei gleich mal das ganze nasse Geraffel sortiert und zum trockenen aufgehangen. War echt nötig. Nachdem der Schlafsack auch im Wind wehen durfte, trauten sich tatsächlich die ersten Sonnenstrahlen hinter den Wolken hervor – so kann der Tag beginnen. Sollte das nun der vorhergesagte Schönwetter-Frühlingstag(e) werden?

 

Frühstück mit der Sonne im Rücken
 

Die wärmenden Sonnenstrahlen hatte ich als Frostbeule bei gerade noch 3°C förmlich aufgesogen und stand wie ein Erdmännchen angetackert am Aussichtshügel. Das war nach der ganzen Feuchtigkeit ne echte Wohltat. Ok, aber mittlerer Weile war es nun schon halb neun durch und Zeit für was zu beißen. Tja und wenn schon mal da, dann nimmt man doch die praktische Sitzgruppe gerne fürs Frühstück in Anspruch. Frühstück wie immer; quasi mit Naan Brot, Greußener Salami und Knoppers. Dazu nen Käffchen und der Nitro war wieder auf’m Dampfer 😀

 

Platten!
 

Jetzt nur noch schnell zusammen packen und los. Ha! Platten!! Prima, das auch noch; der Morgen hatte doch so gut angefangen. Irgendwo auf dem letzten Stück übers Feld gestern hatte sich wohl ein Dornen den Weg in den Reifen gesucht und für einen Schleicher gesorgt.

 

Mobile Werkstatt
 
 

Nützt ja nüscht, aber gleich mal am Morgen nen verschlammten Reifen von der Felge zu ziehen ist auch nicht sonderlich motivierend. Noch weniger allerdings, wenn die Minipumpe nicht richtig funktioniert und den benötigten Druck in den Reifen bringt. Hier habe ich mich mal voll und ganz auf die Funktion der Pumpe verlassen ohne diese vorher auszuprobieren. Nun fahre ich schon so lange Rad und hätte eigentlich wissen müßen, daß man so ein essentielles Werkzeug vorher auch mal testen sollte. Hat bisher halt immer mit meinen verschiedenen Pumpen über die Jahre funktioniert, aber mit dem Teil eben nicht. Wahrscheinlich brauchte ich d.b. mal nen Rüttler, aber Kacke isses in dem Moment trotzdem. Ahhrg!

 

Bis zur nächsten Tanke – nur nicht das Hinterrad belasten!
 

Naja, so habe ich mit ach und Krach 1bar in den Reifen bekommen. Das hat mich wahrscheinlich einige graue Haare und vor allen einiges an Zeit gekostet. So war es schon halb zehn, also fix das feuchte Geraffel ans Bike geschnallt und gaaanz sanft talwärts gleiten lassen. Durch Elsterberg mußte ich sowieso und mit der Hoffnung dort an einer Tanke vorbei zu kommen ging das schon irgendwie.

 

Der Himmel zieht sich wieder zu
 

In der Tat war mir das Glück hold und die Tanke lag fast auf dem Weg. Zack und der Reifen hatte wieder Betriebsdruck. Check! Leider war die Sonne unterdessen hinter den Wolken verschwunden. Wie? Was denn nun? Aber heute sollte es sich lt. Wetterbericht mit dem Regen erledigt haben…

 

Klebriger Anstieg
 

Danach sah es wirklich nicht aus. Ab und zu streckte die Sonne nochmal ihre Fühler aus, aber mehr eben nicht. Was blieb, waren die Anstiege und diese nun in gewohnt knackiger Manier. Der klebrige Untergrund tat sein übriges und wollte die Reifen einfach nicht so richtig rollen lassen.

 

Auf dem Dach des Voglandes
 
 

Das war wieder ordentlich Arbeit und so wirklich Spaß an der Tour kam bisher nicht auf. Immer wieder eine Selbsterfahrung, wie sehr doch die äußeren Umstände zum Wohlbefinden und dem Spaß auf einer Tour beitragen. Davon hätte ich mir in dem Moment gerne mehr gewünscht, aber war halt nicht.

 

Stille am See
 

Kleine Seen gab es hier unerwartet viele. Das glatte Wasser hatte bei einem kurzem Stopp meine innere Unruhe ab und an wieder ein wenig ins Gleichgewicht gebracht. Zumindest für den Moment. So ein Blick über die Wasserfläche mit spiegelndem Reigen bei völliger Ruhe hat schon was. Ist ja auch einer der Gründe, warum man solche Touren in die Natur unternimmt.

 

Auf dem Weg nach Thüringen
 

Das wars dann aber auch schon mit der Entspannung und es ging mal wieder kerzengerade aus. Nicht steil, aber beständig und matschig sowieso. Das Sächsiche hatte ich nun verlassen und habe kurz vor Tremnitz wieder Thüringer Boden befahren. Hmm, die Wege waren hier auch nicht besser…

 

Kerzengerade Forstwege
 

Tjoa und drüben wieder unter. Das Spiel des Tages; mal steil und knackig, mal lang gezogen aber beständig. Nun fällt mir selbst schon auf, daß ich nur am mosern bin. Bin ich? Sieht so aus, aber die Route hatte bisher derbe an meiner Verfassung gezehrt und der nun wieder einsetzende Niesel sowieso.

 

Blick zurück ins Vogtland
 

Nachdem ich mittlerer Weile Zeulenroda tangiert und nach diversen Waldautobahn-Kilometern mal wieder freien Blick zurück ins sächsische Hügelland hatte, fand ich mich damit ab, daß es mit Schönwetter Essig ist und mir wars dann auch irgendwie Wuscht!

 

Düstere Stimmung an der Talsperre Zeulenroda
 

Bis zur Talsperre Zeulenroda gings erst mal ein paar Kilometer einem flowigen Trail runter. Das hab ich zur Abwechslung mal genossen und ordentlich die Kuh fliegen lassen. Mit sechzig Sachen und Bikepacking-Geraffel an der Karre durch den Wald knallen hat schon seinen Reiz. Manchmal kommt halt doch noch der olle Downhill-Mountainbiker in mir durch. Yeaah!

 

Mittagspause
 

Nach dem Überqueren der Talsperre hatte sich nun immer energischer mein Magen gemeldet und auf dem teilweise verwaistem Wanderweg analog und spürbar meine Leistung nachgelassen. Das was ich eigentlich immer zu vermeiden versuche: Ich hatte schlagartig nen fetten Hungerast und meine Beine waren schwer wie’n Gullideckel!

Ursprünglich wollte ich mir im letzten Ort beim Fleischer was schnelles zu beißen für unterwegs holen, aber nen Fleischer gabs nicht. Dafür nen Bäcker und d.b. bin ich ja auch kein Kostverächter. Schnurstracks rein in den Laden und ne ordentliche Ladung gebunkert. Für solch sensible Fracht bewährt sich mein Rucksack immer wieder. Wüßte gar nicht, wie ich solche Leckereien sonst schadenfrei transportieren sollte. Nuja, nebenbei hat mir das nette Bäckersfräulein meine Wasserflaschen auf freundliches Nachfragen aufgefüllt. Smalltalk-Taktik. Hehe.

Ok, es war nun schon nach halb zwei und die nächste Bank definitiv meine. Nen Reisgericht später ging es mir schon besser aber nun begann es wieder stärker zu tröpfeln. Egal, der Kaff und die Kuchenladung mußte jetzt auch noch rein. Dann halt Regenjacke an und mich in Ignoranz üben. Mit was heißem und süßen zwischen den Zähnen ging das eigentlich ganz gut.

 

Schiebepassage mit vollen Magen
 

So, mit derbe gefülltem Verdauungsbereich durfte ich gleich mein Bike mal wieder stramm bergauf wuchten. War mir aber auch egal. Gleichgültigkeits-Taktik. Hehe.

 

Erschwertes Vorankommen
 

Und wieder im Wald ging es über brutale Wurzelpisten und die Forstwirtschaft hat ja noch nie die Wegeführung und deren Barrierefreiheit interessiert.

 

Kleine Seen auf den Wegen
 

Regen, Regen, Regen. Der Boden konnte den dauerhaften Niederschlag gar nicht mehr aufnehmen. Fahren war hier undenkbar und so stand wieder mal schieben auf dem Programm. Ansich war es mehr so ein vorbei geeiere ohne nasse Füße zu bekommen. Übungssache.

 

Spuren der Forstwirtschaft machen das Vorankommen nicht einfacher…
 

Das ganze Schlammgebolze, die heftigen Anstiege, der saugende Untergrund, Schiebe -und Tragepassagen hatten mir so sehr den Saft aus dem Körper gezogen, daß nun langsam Zweifel in mir aufkamen ob ich die Strecke in drei Tagen überhaupt schaffen werde wenn das so weiter geht…solche Gedanken eben, wenn man voll im Arsch ist und dabei hatte ich gerade mal 60km in den Beinen, aber was für welche...

 

Gamaschen – Perfekter Schutz bei dem Schlamm!
 

Die waren zumindest und dank Gamaschen ausreichend vor Feuchtigkeit geschützt und stets schön warm. Hier habe ich mich nochmals bei mir selbst bedankt, die Gamaschen trotz Zweifel eingepackt zu haben. Danke!

 

Problemlose Wasserversorgung an der Tankstelle
 

Punkt fünf bin ich nach einer langen und schlammigen Abfahrt direkt am Ortseingang von Ranis raus gekommen und mein erster Gedanke galt dem Wasser für die Nacht. Die Tanke in Sichtweite bot sich selbstredend dafür an. Auf Nachfrage hatte mir die freundliche Pächterin auch hier meinen gesamten Wasservorrat aufgefüllt. Also der Wassernachschub war heute völlig unproblematisch und wieder mal auf den Punkt. Wenn das Wetter noch mitspielen würde…naja…

 

Wassertransport am Bikepacking-Cockpit
 

Ein paar Kilo schwerer bin ich dann ein entspannendes Stück auf Asphalt durch Ranis gerollt. Einfach mal treten und ein Stück ohne große Krafaufwendungen rollen hat zu Abwechslung richtig gut getan.

Der Regen hatte unterdessen erneut zu genommen und so richtig Lust noch viel länger bei dem Wetter zu fahren, hatte ich nicht. Die Dämmerung kündigte sich auch so langsam an oder war das nur der dunkle Himmel? Wie auch immer, jetzt wieder raus aus dem Ort und die nächste Gelegenheit für ein Nachtlager wollte ich auch unter Kompromissen nutzen.

 

Nachtisch!
 

Schneller wie gedacht, hatte sich schon einige Kilometer weiter oberhalb von Brandenstein ein perfektes Plätzchen mit ebener Wiese aufgetan. Etwas abgelegen des Feldweges, umrahmt von einer Anhöhe mit Bäumen und möglichem Ausblick ins Land. Fast schon perfekt für ein Nachtlager, wenn nicht alles so grau und feucht wäre. Egal, das noch nasse Tarptent stand in Minuten und der Rest war auch in kurzer Zeit fertig für die Nacht. Eine kurze Regenpause hatte ich noch für ne Dusche genutzt und mich wieder schnell in meine Bleibe verkrochen. Punktlandung!

Und klar; es begann wieder zu regnen, was mir für den Moment wieder mal so richtig schnuppe war. Ich war im „Trockenen“, frisch geduscht und der Kocher säuselte schon vor sich hin. Nach dem obligatorischen Kartoffelpüü gab es als kleine Belohnung noch einen doppelten Schlemmerpause Pudding. Trotz miesem Wetter und zehrenden auf und ab über den Tag, war ich in dem Moment trotzdem zufrieden. Was doch ein Dach über dem Kopf, bei einer warmen Mahlzeit mit den Füßen im Schlafsack steckend für ein Glücksgefühl auslösen kann, verwundert mich selbst immer wieder.

Meine Tagesstrecke über 65km und 1016hm war fast analog mit der gestrigen. Bedeutete aber auch, daß ich am nächsten Tag noch eine Schippe drauf legen muß, wenn ich noch vor der Dämmerung in Erfurt ankommen möchte. Das wollte ich aber erst am nächsten Tag entscheiden und b.B. noch eine Nacht dran hängen. Den Blick auf die Wetter-App hatte ich mir bewußt erspart. Ändern konnte ich es sowieso nicht und mit unschönen Aussichten für den nächsten Tag wollte ich auch nicht einschlafen. Vermeidungs-Taktik. Hehe.

Also fix noch ein paar Notizen vom Tag gemacht, die Mails gecheckt und gegen neun war ich dann auch durch. Der Regen prasselte nun wieder heftiger aufs Tarptent. So sehr das feuchte Nass über den Tag zur Last wurde, so entspannend wirkte es für mich nun beim Einschlafen. Paradox. Meine Gedanken kreisten noch ein wenig über die Tagesgeschehnisse und dem morgigen Tag, aber kurz darauf war ich auch schon wieder tief im Schlaf.

 

Tag 3  Krölpa (Hausberg) – Erfurt

Keine Wetterverbesserung am nächsten Morgen
 

Über Nacht hatte der Regen nachgelassen, aber ein leichter Niesel war immer noch beständig. Die Nacht war so lala. In stärkeren Regenphasen wurden immer wieder mal einige Kondenztropfen von meinem Singlewall-Shelter abgeschlagen und sind mir auf die Nase getropft. Für mich als Rückenschläfer natürlich nicht so schön, aber bei solch feuchten Bedingungen auch nicht zu vermeiden.

 

Keine positiven Aussichten
 

Nunja. Leider war der Himmel immer noch komplett Wolken verhangen. Keine Guten Aussichten für den Tag. Es war gegen halb acht und der erste Blick aus dem Tarptent war nicht sonderlich Stimmungs fördernd. Wirklich raus wollte ich nicht und richtig aufraffen konnte ich mich bei diesen Aussichten auch nicht so recht. Es dauerte etwas, bis ich dann wirklich aus dem Schlafsack gekrabbelt bin.

 

Frühstück – Kaffee muß sein!
 

Bei einem Käffchen hatte ich doch mal einen Blick auf das Regenradar geworfen und wurde enttäuscht. Die Regenfront sollte noch bis zum Mittag über Thüringen ziehen.

 

Spuren der Regennacht
 

Mit solchen Aussichten stand für mich nun auch fest, daß ich die restlichen ~80km der Tour bis nach Hause irgendwie durchdrücken werde. Auf eine weitere Nacht hatte ich einfach keine Lust mehr.

 

Auslüften ohne Erfolg
 
 
Startbereit!
 

Nach ausgiebigem Frühstück war das feuchte Geraffel wieder verstaut und ich gegen halb zehn dann startbereit für den Tag.

 

Aussicht ins Thüringische, wenn es eine gäbe…
 

Was für eine Aussicht, wenn sie denn möglich wäre. Oberhalb von Krülpa führte die Route über kleine Anhöhen mit traillastiger Abfahrt direkt in den Ort.

 

Trailspaß am Morgen
 

Trotz Kackwetter hatte ich hier zum Einstieg in den Tag einen flowigen Trail vor mir. Ok, es waren gerade mal 4°C und ich eigentlich noch kalt wie ne Schlage am Morgen, aber den fluffigen Downhill hatte ich mal so richtig genossen. Sauber!

 

Gewohnte Steigungen
 

Runter geht es leider schneller wie hoch und so stand ich bald wieder vor den nächsten Anstiegen. Mit 17% nicht ohne.

 

Immer wieder hoch…

 

Schlamm und Nässe
 

Als erstes Zwischenziel für eine Pause war in Schwarza vorgesehen. Was Warmes essen, im Trockenem sitzen und etwas aufwärmen. Das wäre was. Bis dahin lagen aber noch diverse Anstiege mit klebrigen Untergrund vor mir. Uff.

 

Trügerische Waldpiste
 

Oben angekommen ging es manchmal sogar ein wenig „flach“ durch den Wald, aber dafür mußte ich die Reifen durch den aufgeweichten Boden pressen.

 

Gut geschafft auf dem Kulmturm
 

Da ich nun schon gut auf Höhe war und bevor es die ganzen Höhenmeter wieder nach Schwarza runter ging, hatte ich mir den letzten Anstieg bis zum Aussichtsturm auf dem Kulm auch noch gegeben. Das war auch die Gelegenheit, nochmal die Wetterlage zu klären. Den Turm kurzerhand bestiegen folgte die Ernüchterung.

 

Blick über das Saaletal – keine Besserung des Wetters in Aussicht!
 

Hier hatte ich auch nicht wirklich rosige Aussichten erwartet. Keine Erwartungen, keine Enttäuschungen und so, aber so ein wenig aufklarender Himmel – wenigstens in der Ferne – wäre schon mal was für das Gemüt. Nichts dergleichen.

 

Höhenmeter vernichten bis nach Schwarza
 

Schon nach ein paar Minuten auf dem Kulmturm hatte mich der Wind merklich ausgekühlt. Also fix wieder runter und auf flowigen Trails Richtung Schwarza.

 

Mittag in Bad Blankenburg
 

Nach der fluffigen Abfahrt kam so langsam ein Hüngerchen in mir auf. Ein Tütengericht irgendwo unterwegs auf einer zugigen Bank schnell reinzudrücken und dabei zu frösteln, kam mir jetzt nicht in den Sinn. Bei dem nasskalten Wetter wollte ich mein Mittag im warmen machen. Punkt. Die nächste Möglichkeit für ein warmes Mittagessen sollte mir recht sein. Nachdem ich Schwarza nur über ein häßliches Industriegebiet tangiert hatte, bot sich in Bad Blankenburg direkt an der Hauptstraße ein Fleischerimbiss an.

 

Mahlzeit – Schnitzel geht immer!
 

Tja und wenn ich schon die Wahl habe, dann fällt diese natürlich auf ein Schnitzel und schmückendem Beiwerk. Mit sich füllendem Magen und wärmenden Wohlgefühl konnte ich die bisherige und vor allem die noch zu fahrende Strecke abwägen. Unter den grottigen Bedingungen hatte ich bisher gerade mal 40km gemacht und nach Erfurt war es nochmal die gleiche Distanz. Hmm.

Nun war es schon wieder nach zwei und es waren in etwa noch 4 Stunden bis zur Dämmerung. Rein theoretisch könnte ich die Strecke schaffen, aber bei dem bisherigen Streckenverlauf mußte ich mit allem rechnen. Gut durch gewärmt ging es wieder aufs Bike. Der Regen hatte zum Glück gerade eine Pause eingelegt. Wenigstens das.

 

Als Nachtisch noch was Süßes fürs Gemüt
 

Da ich noch keinen richtigen Nachtisch nach dem Schnitzel hatte, konnte ich gerade mal 2km weiter beim Bäcker nicht vorbei fahren. Das geht einfach nicht 😎

Die Zeit saß mir im Nacken. Zwei Stück Kuchen hatte ich in Rekord verdächtiger Zeit verdrückt und mit einem Kaff runter gespült. Boaahhh. Das war eigentlich zu viel und hätte in der Menge nicht sein müssen. Aber ok, genug Energie sollte jetzt für die restlichen Kilometer und Anstiege zur Verfügung stehen, auch wenn die Wampe nun ganz schön spannte…

 

Noch entspannt auf dem Radweg Stadt auswärts
 

Zurück auf dem Track und mal wieder ein Stück über den Radweg, was meiner leichten Überfüllung ganz gelegen kam.

 

Schiebepassage übers Feld
 

Mit dem entspannten rollen wars aber auch schon schnell vorbei und es ging wieder heftig bergauf. Hier war mir die Aktualität der Datenbank von Bikemap erneut ein Rätsel. Wo ursprünglich der Weg entlang führte, standen jetzt Einfamilienhäuser. Ergo – nix mit hoch schlängeln; quer über die Wiese und hoch schieben. Fahren war bei 18% Steigung auf dem feuchten Untergrund schlichtweg nicht drin.

 

Schiebepassage auf Forstweg
 

Hier hatte ich schon meine Zweifel, noch vor dem Einbrechen der Dunkelheit in Erfurt anzukommen, wenn es mit solchen Rampen weiter geht. Aus dem Schwarzatal mußte ich ja irgendwie raus, aber gleich so heftig war schon ne Ansage. Was das Vogtland kann, kann Thüringen schon lange!

 

Zwangspause auf Passhöhe – am Simplon liegt es nicht ;-  >
 

3 Kilometer und 250hm in den Beinen später konnte das Bike zumindest wieder gerade stehen, womit ich noch so meine Probleme hatte. Kurze Pause. Durchatmen und weiter. Die Zeit drückt!

 

Immer weiter hoch bei unverändertem Wetter
 
 

Die schlammigen Wege waren nichts neues mehr, aber eben wieder Arbeit. Es war nun schon halb fünf, nass und kalt. Hier oben pfiff noch zusätzlich der Wind. Alles in allem ganz schön bescheiden.

 

Blick ins Thüringische
 

Über Storchsdorf ging es dann fast alle zuvor schwer erarbeiteten Höhenmeter wieder runter. Eine Wahl hatte ich nicht und beschloß, auf der Abfahrt noch mal ordentlich Welle zu machen und irgendwie Spaß zu haben.

 

Auf Asphalt wieder hoch – gewohnt knackig!
 

Hat ganz gut gefunzt, aber genauso war mir auch die nächste Rampe aus Solsdorf heraus bewußt und vor allem bekannt. So langsam kam ich wieder in die Gegend, wo ich mich sonst auch manchmal mit dem Bike rum treibe. Der Asphalt war nur ein kleiner Trost, denn oben hatten 20% Steigung auf mich gewartet. Ganz ohne mal abzusetzen war das heute nicht mehr drin. Stück für Stück halt, aber irgendwann war ich dann auch dort übern Berg.

 

Fast geschafft – Stausee Hohenfelden
 

Mit der Zeit im Nacken konnte ich mir keine Umwege mehr über diverse Trails leisten. Wollte ich auch nicht. Kurzer Beschluß: Auf dem kürzesten Weg nach Erfurt! Das bedeutete aber auch, erst mal einige Kilometer im Landstraßen-Feierabendverkehr zu trotzen. Ab Dienstedt ging es dann auf eine meiner Hausrunden und Radwegen zurück in die Bratwursthauptstadt. Am Stausee Hohenfelden nochmal kurz durchatmen, bevor es dann über den letzten Berg nach Erfurt ging 😀

 

Fast zu Hause und ganz schön platt!
 

Ziemlich zerknittert und platt bin ich nach 84km mit 1516hm doch noch vor der Dämmerung zu Hause angekommen. Punktlandung, Check, aber auch genug für den Tag!

 

 

Unterm Strich

Das war wirklich kein Zuckerschlecken obwohl eine Tour doch dem Genuß und der Entspannung dienen sollte. Ehrlich gesagt habe ich die Steigungen unterschätzt. Die über viele Kilometer klebrige und sumpfige Bodenbeschaffenheit haben noch mal ordentlich einen drauf gesetzt. Größtenteils war das Treten über Forst -und Waldwege richtig Arbeit bis zum Anschlag. Oftmals stand das Bike selbst bergab ohne mein mittreten schon nach wenigen Metern, wenn es nicht gerade steil bergab ging. Der Boden war so sehr von der Feuchtigkeit des tauenden Schnee und den zusätzlichen Niederschlägen der letzten Tage gesättigt, daß er diese Wassermengen großteils gar nicht mehr aufnehmen konnte.

Das bescheidene Wetter hat sein übriges getan. Permanent unter Grauem Himmel mit Regen im Nacken zu fahren, ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Trotz sonnigen Aussichten hat die Wettervorhersage in dieser Woche leider daneben gelegen.

Die Route kann ich mit den teilweise verwaisten Wegen und kaum fahrbaren Anstiegen nicht empfehlen. Daher nur mal eine grobe Übersicht des Tourenverlaufes und dem Höhendiagramm. Zum Schluß hatte ich insgesamt 210km und 3561Hm an den drei Tagen in den Beinen.

Eine Sommer-Sonne-Eierkuchen-Tour sieht eben anders aus, aber wir haben ja noch März und gerade mal Frühlingsanfang. Bedeutet auch, das der Winter nicht wirklich vorbei sein muß und Wettermäßig noch alles drin ist. Letztes Jahr hatten wir Ende März nochmal einen kurzen Wintereinbruch auf unserer Rennsteigtour durch den Nebeltunnel und dieses Jahr war es eben der Regen.

Nunja, unterm Strich habe ich auch wieder ein paar Erfahrungen gesammelt, meine Grenzen besser einzuschätzen gelernt und auch etwas neue Ausrüstung getestet. So gesehen ist das Glas doch schon wieder halb voll 🙂
Von | 2017-11-26T20:14:11+00:00 1 April 2017|0 Kommentare

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