Salsa Vaya Custom Gravelbike – Laufräder & Bereifung 

 

Langsam kann man erkennen, wie das Vaya am Ende in etwa aussehen soll. Nach dem ich den Sitzbereich und das Cockpit montiert habe, stelle ich nun das Vaya auf quasi „eigene Beine“.

 
 
 

Die Laufräder 

 

Bei den Laufrädern wollte ich in Puncto Stabilität und Haltbarkeit keine Kompromisse eingehen, da diese die gesamte Fuhre tragen müssen und dabei mit Zuladung möglichst wenig an Steifigkeit einbüßen sollen. Zudem habe ich als alter Mountainbiker manchmal einen ziemlich ruppigen Fahrstil, welchen ich nicht unbedingt mit einer event. zerschossenen Felge bezahlen möchte. Das Popo heben beim ungefederten Vaya auf lockerem Untergrund, muß ich sicher noch etwas verinnerlichen ;- )

 

 

Das Vaya sollte somit in Funktion als Gravelbike auf unbefestigten und etwas ruppigeren Untergrund,  genug Reserven besitzen. Deswegen habe ich mich, dem gutem Ruf der DT Swiss Felgen voraus eilend, für die Trekkingfelge TK 450 Disc in Schwarz entschieden. In der Vergangenheit habe ich auf meinen anderen Bikes fast ausschließlich Mavic 721 (521) Felgen mit etwas größerer Flankenbreite gefahren. Bei diesen riß die Felge an den Nippelbohrungen bei zunehmender Laufleistung ab 5000km immer wieder leicht ein. Die Felgen konnte ich zwar bis zum völligen Verschleiß der Felgenflanken weiter fahren, aber die Laufräder mußten durch den sich setzenden Felgennippel immer wieder nach zentriert werden. Das ist hoffentlich mit den DT Felgen Geschichte…

 

 

Die Doppelkammerfelge bringt mit ihrer Felgenbreite von 24mm und geschweißtem Felgenstoß, schon einiges an Steifigkeit für eine 28″ Felge mit. Doppelt geößt mit den Topf förmigen Öse werden beide Kammern zusätzlich verbunden und unterstützen in der Gesamtheit noch etwas die Steifigkeit, wenn die Laufräder fertig eingespeicht sind. Die Maulweite von 19mm läßt noch etwas Luft für breitere Reifen, falls ich noch etwas komfortabler unterwegs sein möchte. Man wird ja nicht jünger ;-  >

 

 

Krawallbruder! So könnte man die Hope Pro 2 EVO Disc Nabe auch nennen, da der unverkennbar laute Freilauf von Hope-Naben fast schon ein Aushängeschild für den Hersteller feinster Frästeile auf der „Insel“ ist. Gleicher Maßen steht Hope für sinnvollen und haltbaren Leichtbau mit absolut gefälliger Fräs-Optik, wie auch schönem Eloxal. So eine Nabe wollte ich schon immer mal verbauen und habe sie mir in Schwarz gegönnt. Punkt.

 

 

Die Beleuchtung am Bike ist für mich ein wichtiger Sicherheitsaspekt, als Radfahrer im Verkehr wahrgenommen, gleicher maßen erkannt zu werden und natürlich auch den Weg zu sehen. Klar. Selbst wenn ich mit dem Bike möglichst viele Wege abseits öffentlicher Straßen bevorzuge, bleibt die Bewegung im üblichen Verkehr nicht aus. Mit der Beleuchtung habe ich mehr Freiheiten bei der Länge meiner Touren in den Abend oder die Nacht hinein, wenn es nötig ist. Eine möglichst adaptive Dynamobeleuchtung für die Hausrunde zu helleren Jahreszeiten habe ich schon im Fokus, da das Bike ohne Lampen schon etwas sportlicher aussieht. Naja, die Stromversorgung der zusätzlichen Verbrauchern wie Smartphone, Kamera, Tablet ect. bei länger währenden Bikepacking-Touren, ist ein immer ein Thema. Um den Energiehunger dieser Geräte zu stillen, gibt es diverse Ladeadapter, welche an den Nabendynamo parallel zur Beleuchtung angeschlossen, über einen USB-Anschluß den benötigten Saft liefern. So ein Teilchen werde ich mit der Beleuchtung nachrüsten – die beste Voraussetzung habe ich mit dem Nabendynamo schon mal gegeben.

Daher habe ich mich für Schmidt SON 28 DiscNabendynamo mit der höchsten Effizienz derzeit erhältlicher Nabendynamos entschieden. Dieser ist natürlich ebenfalls Schwarz eloxiert. An meinem Norwid Gotland Reiserad fahre ich noch einen Schmidt SON der ersten Generation seit gut 40000km und dieser verrichtet unauffällig seine Arbeit ohne irgendwelche Ausfälle. Die Entscheidung für einen SON am Vaya fiel mir somit nicht schwer :-  ]

 
Beide Naben und selbstredend die Felgen, habe ich in der 32 Loch Variante gewählt. Hier war die Stabilität obligatorisch. Als Bindeglied dienen DT Swiss Competition Speichen in entsprechender Länge und paßende Pro Lock Messingnippel  in Schwarz. Die Speichen mit ihrem verjüngtem Mittelteil sind etwas leichter und vergleichsweise steifer, wie Speichen mit durchgängigem 2mm Durchmesser. Die Pro Lock Speichennippel sind selbst sichernd und unterbinden so ein event. Lockern, was nicht zwingend passieren muß. Reine Präventionsmaßnahme. Verspannt werden beide Naben durch formschöne Hope Edelstahl Schnellspanner. Eine gute Kombi, wie ich finde.
 

 

Teile und Gewichte Laufräder: 

  • Felgen:  DT Swiss TK 540 Disc | 28″ | 32L (2 Stück je 565g) – 1130g
  • Nabe hinten:  Hope Pro 2 EVO Disc | 32L – 339g
  • Nabe vorn:  Schmidt SON 28 | 32L – 466g
  • Speichen:  DT Swiss Competition (2,0/1,8/2,0mm/64 Stück) – 132g
  • Speichennippel:  DT Swiss Pro Lock Messing (2,0mm/64 Stück) – 60g
  • Schnellspanner:  Hope Edelstahl vo. 100mm/58g | hi. 135mm/62g – 120g

 

 

 

Die Bereifung 

 
 

Bei vielen Cyclocrossern zählen die Reifen des Italienischen Reifenhersteller Challenge schon längst zum Standard. Offensichtlich nicht ohne Grund. Da lag es quasi auf der Hand, das die Italianos unlängst ein Reifen für Gravelracer ins Rennen zu werfen, welcher auf Asphalt geschmeidig abrollen und unbefestigten Wegen ausreichend Grip zur Verfügung stellen sollen.

 
 

Die Rede ist vom Challenge GRAVEL GRINDER, welchen ich in der etwas komfortableren 38mm Breite gewählt habe. Auf der doch recht breiten 24mm DT-Felge ist er allerdings nur 37mm breit. Beim Aufziehen fühlte sich das Gummi recht griffig und fast schon etwas klebrig an und sollte auf verschiedenen Untergründen eigentlich gut funktionieren. Ob die weiche Gummimischung einen guten Grip bietet, der Abrieb damit im Verhältnis steht und am Ende der Komfort stimmt, kannst du in meinem Testbericht zum Challenge GRAVEL GRINDER nachlesen.

 

 
In die Reifen hab ich bewährte Schwalbe Schläuche eingezogen. In dem Fall die Schwalbe CV 16 40mm mit etwas mehr Volumen bei Bedarf, da ich mir immer noch breitere Reifen vorbehalte, falls der Komfort mit den jetzigen nicht reicht. Das Schraderventil (Autoventil) fahre ich eigentlich seither, weil es für mich in erster Linie ein sehr stabiles Ventil ist. Leider habe ich in der Anfangszeit den ein oder andren Kopf eines geöffneten Slaverandventils abgebrochen. Nunja, die Feinmotorik. An einem Schraderventil kann das nicht passieren und nebenher sind die Reifen an Tankstellen ohne Adaptergefummel schnell aufgefüllt. Das Schwalbe High Pressure Klebefelgenband „versiegelt“ quasi die Laufräder und schützt die Schläuche. Mit der Kombi macht man nichts falsch.
 

 

Teile und Gewichte Reifen:

  • Reifen:  Challenge GRAVEL GRINDER Race 700×38 | 28″ | (2 Stück je 372g) – 744g
  • Schläuche:  Schwalbe Presta16 CV 16 40mm | 28″ | (2 Stück je 154g) – 308g
  • Felgenband:  Schwalbe High Pressure 2m | 18mm (2 Stück je 17g ) – 34g

 

 

Bisher verlief der Aufbau ohne erwähnenswerte Komplikationen, aber beim nächstem Teil Antrieb & Bremsen wird es wirklich tricky und etwas komplizierter.

Von | 2017-08-06T20:23:45+00:00 31 Januar 2016|2 Kommentare

2 Kommentare

  1. Quasi Nitro 8. Februar 2016 um 19:55 Uhr - Antworten

    Freut mich – Danke! Es soll ja u. a.auch ein Anstoß "Mut zur Farbe" sein ;- >

  2. Sebi 8. Februar 2016 um 19:45 Uhr - Antworten

    Sehr schön. Gefällt mir gut was ich da sehe…. Weiter so! 🙂

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